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Meine Akademie

 

Anläßlich der Feier zum 200. Geburtstag der „Königlichen Akademie der Künste“, hatte Wilhelm II. (1896) im besitzanseigenden Fürwort „Meine Akademie“, sein Verhältnis zu dieser Institution des preußischen Staates deutlich gemacht. Dieses Verständnis wiederholte er in seiner Einweihungsrede der „Hochschule für die bildenden Künste und für Musik“ am 2. November 1902: „Eng verknüpft ist die Geschichte der Akademie mit den Geschicken meines Hauses.“(op. cit. Anm. 11, Bd. 3, S. 130)

Meine Akademie war in erster Linie „mein Atelier“. Ein Raum, den man sich mit mehreren Studenten teilt. Ein Platz, den man erobert, verteidigt, weitergibt. Diesen Ort konfrontierte Detlef Wingerath mit einer bildhauerischen Tätigkeit. Wingerath formte den Atelierboden seines Platzes mit Papier ab. Dabei interessierte er sich vorallem für die Grenzen im Raum, wie aneinanderstossende Betonplatten. Da er sich dabei an eine archäologische Spurensuche erinnert fühlte, fand Detlef Wingerath weitere räumliche Zusammenhänge. Der Orpheus-Brunnen von Ernst Herter galt als zerstört. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde er aber wohl mit dem restlichen Schutt entsorgt. Mit dem Schutt kam er wahrscheinlich über den Wasserweg zum Westhafen. Dort wurde er von den Arbeitern als so bedeutsam erachtet, dass sie ihn an Ort und Stelle aufstellten. Seit dem steht diese allegorische Figur in einem Wäldchen in Berlin am Eckern-Förder-Platz. Dort hat Wingerath zwischen den Vorderbeinen und vom Scheitel des Löwen einen Papierabdruck genommen. Der Orpheus-Brunnen stand ehemals an der Fassade des nicht mehr vorhandenen Ostpavillons. Sein Pendant, der Prometheus-Brunnen, befindet sich am linken Pavillon.

 

 

Berliner - Wurst

 

wurst

 

Currywurst, Serie à 4 Stück, 2004, Papier, Knochenleim, Champagnerkreide, Sand

Ein Foto einer Currywurst in einer Pappschachtel wurde auf einen Abguß einer Pappschachtel aus Papier, Knochenleim, Champagnerkreide und Sand gelasert.

je 20 x 15 x 1 cm

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